Eine Welt muss zerbrechen

Mein Leben baut auf einem Missverständnis auf

Schon als Kind hatte ich eine starke Neigung zur spirituellen Welt. Doch der Zugang, der sich bei mir durch eine leichte Trance innerhalb von Sekunden öffnen konnte, wurde lange Zeit als besonders ausgeprägte Fantasie interpretiert. Ich malte Hunderte Bilder und Comics, schrieb Geschichten und Gedichte.

Als Jugendlicher hatte ich einen Traum, in dem mir Flügel am Rücken gewachsen waren. Als ich aufwachte, spürte ich für einen Tag diese Flügel immer noch an meinem Rücken. Es machte mir Angst – und gleichzeitig war es ein überwältigendes Gefühl, ihr Gewicht zu tragen und jeden einzelnen Muskel in diesen Flügeln zu spüren, obwohl sie körperlich gar nicht vorhanden waren.

Um diese Erfahrung niemals zu vergessen, ließ ich mir von meinem Zivi-Gehalt Flügel auf den Rücken tätowieren.

Und dennoch wandte ich mich jahrelang von der Spiritualität ab, um in der Kreativbranche erfolgreich zu werden.

Ich studierte schließlich Film- und Medienkunst und machte mich als Filmemacher selbstständig. Nach langem Ringen stellte sich zwar finanzieller Erfolg ein, doch für meine künstlerischen Arbeiten wurde ich kaum wahrgenommen. Verbitterung und Verzweiflung waren langfristig die Folge.

Dann gab es immer öfter Situationen in meinem Leben, in denen Menschen auf Berührung oder meine Präsenz mit starken emotionalen oder körperlichen Reaktionen reagierten.

Wenn ich einer nahestehenden Person tröstend über den Rücken strich, brach plötzlich eine lange verdrängte Erinnerung hervor und sie begann zu weinen – ohne dass wir zuvor ein Wort darüber gesprochen hatten. Massierte ich Freunde beiläufig auf einem Grillfest, stellte ich oft intuitiv fest, wo sich Spannungen im Körper befanden, und sie berichteten anschließend, dass sich ihr Empfinden nach kurzer Zeit spürbar verändert hatte.

Mit der Zeit fiel mir auf, dass solche Reaktionen auch auftreten konnten, wenn ich meine Hand einige Zentimeter vom Körper entfernt hielt – ohne direkten Kontakt.

Als eher kognitiv orientierter Mensch wollte ich verstehen, was hier eigentlich geschah.

Bei meinem ersten Reiki-Seminar führte ich einige intuitive Bewegungen aus. Die Ausbilderin sagte daraufhin:

„Ich weiß nicht genau, was du da machst, Björn – aber es ist kein Reiki.“

Auf ihren Rat hin belegte ich weitere Ausbildungen in Prana-Heilung und im Core-Schamanismus. Dabei erkannte ich, dass ich intuitiv eine Technik angewendet hatte, die in schamanischen Traditionen als energetische Extraktion beschrieben wird.

Durch die Ausbildung und regelmäßige Praxis lernte ich, diese Form der Wahrnehmung bewusster einzusetzen und in einen strukturierten Rahmen einzubetten.

Um den menschlichen Organismus noch besser zu verstehen, begann ich anschließend eine Ausbildung in Cranio-Sacraler Körperarbeit. Über ein Jahr lang besuchte ich zudem regelmäßig KAP-Sessions (Kundalini Activation Process) und absolvierte später selbst die Ausbildung zum Kundalini Activation Facilitator. Aktuell studiere ich Somatic Energy Work bei Dr. John Amaral.

Mich fasziniert immer wieder, wie viele Parallelen sich zwischen verschiedenen Traditionen finden lassen – etwa im Schamanismus, in der Chakren-Lehre, im Tantrismus, Daoismus, Yoga oder im cranio-sacralen Verständnis nach Upledger.

Der Kern meiner Arbeit bleibt dabei die schamanische Reise und das Vertrauen in eine intuitive Wahrnehmung jenseits des rein rationalen Denkens.

Durch diese Arbeit habe ich über die Jahre einen Zugang zu inneren Bildern, Symbolen und Prozessen entwickelt, die Menschen dabei unterstützen können, eigene Themen aus einer neuen Perspektive zu betrachten.

Diese Erfahrung stelle ich heute anderen Menschen in Form von Begleitung, Energie- und Körperarbeit sowie schamanischen Reisen zur Verfügung.

Mein Anliegen ist es, Menschen in persönlichen Entwicklungs- und Klärungsprozessen zu begleiten und ihnen einen Raum zu öffnen, in dem neue Perspektiven und innere Bewegungen entstehen können.

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